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Der Sozialdienst für Menschen mit Hörbehinderung in Oberbayern wird neu geregelt:

Informations- und Servicestellen des BLWG für Menschen mit Hörbehinderung (ISS)


Wer nicht oder eingeschränkt hört, ist in vielen Situationen benachteiligt oder ausgeschlossen. Die Auswirkungen sind enorm.

Die damit verbundenen Probleme - zunächst ja auch nicht sichtbar - werden oft ignoriert. Dabei sind etwa 20% der Bevölkerung betroffen: Gehörlose, Schwerhörige, Spätertaubte, CI-Träger, Tinnitus-Geschädigte, Taubblinde und Hörsehbehinderte.

Unter der Leitung des Bezirks Oberbayern und mit Beteiligung von Vertretern der Selbsthilfeverbände sowie der Wohlfahrtspflege und der bestehenden Sozialdienste für Menschen mit Hörbehinderung wurde in den letzten Jahren das Konzept für ein Modellprojekt entwickelt mit dem Ziel, die Versorgung der Menschen mit Hörbehinderung in Oberbayern zu verbessern und eine Entwicklung der Beratungsangebote im Sinne der Inklusion zu fördern.

Aus den bisherigen „Beratungsstellen für Hörgeschädigte" werden „Informations- und Servicestellen für Menschen mit Hörbehinderung". Schon die Namensänderung signalisiert, dass hier soziale Dienstleistungen angeboten werden. Der Beratungsansatz soll stärker als bisher Selbstständigkeit und Eigenverantwortung anerkennen und fördern.

Die wesentlichen Neuerungen an diesem Konzept: Eine deutliche Aufstockung des sozialpädagogischen Personals, neue regional orientierte Anlaufstellen, die Erweiterung der Angebote, insbesondere für Schwerhörige und Taubblinde bzw. hörsehbehinderte Menschen sowie eine verstärkte Unterstützung und Beratung der örtlichen Behörden, Einrichtungen, Vereine, Kirchen, Firmen usw., um ihre vorhandenen Strukturen und Angebote für Menschen mit Hörbehinderung zugänglich und besser nutzbar zu machen.

Das neue Modellprojekt ist im November 2012 vom Bezirk Oberbayern bewilligt worden, und seit Anfang 2013 sind die verschiedenen Träger der neuen Informations- und Servicestellen für Menschen mit Hörbehinderung dabei, die konkrete Umsetzung vorzubereiten.

Die folgende Karte zeigt, in welchen Orten des Bezirks Oberbayern die neuen Anlaufstellen zu allen Fragen rund um das Thema Hörbehinderung zu finden sind -und welche Schwerpunkte jeweils angeboten werden.

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Die Informations- und Servicestellen für Menschen mit Hörbehinderung des Bayerischen Landesverbands für die Wohlfahrt Gehörgeschädigter (BLWG) e.V. haben
zum 1. Juli in
- Ingolstadt (Region 10 = Ingolstadt und Umland),
- München (Region 14 = München und Umland),
- Weilheim (Region 17 = Oberland) und
- Traunstein (Region
18 = Südostoberbayern)
ihre Arbeit aufgenommen


„Wir sind die richtigen Ansprechpartner, wenn es um Auskünfte zu finanziellen Hilfen, Kommunikationstipps und technische Hilfsmittel geht." sagt Elke Mirus, Geschäftsführerin des bayernweit für Menschen mit Hörbehinderung engagierten BLWG e.V.. Wir informieren über Auswirkungen von Höreinschränkungen im Alltag, über Reha-Angebote und unterstützen nach Bedarf und Wunsch auch bei Anträgen und Behördengängen oder helfen, das passende Angebot zu finden."

Der BLWG ist mit seinen inzwischen 200 Mitarbeiterinnen einer der wenigen professionellen und kompetenten Dienstleister für Menschen mit Höreinschränkungen in Bayern.

Weitere Information und Öffnungszeiten finden Sie unter dem Menüpunkt "Beratung ---> Oberbayern".